Positron-Emitter



 

Für PET/CT

wichtigstes klinisch relevantes Radionuklid ist das 18F. Es wird derzeit im Rahmen eines Sateliten-Betriebs von externen Zyklotronen als [18F]Fluorid importiert. Es wird für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, aber auch für die Synthese 18F-markierter PET-Radiopharmaka für die Forschung und die Krankenversorgung eingesetzt:


18F-markierte Benzamide für das dopaminerge System


18F-markierte Benzodiazepine für das GABA/Benzodiazepin-System


18F-markierte Liganden für das NMDA-System


18F-markierte Liganden für das serotonerge System


18F-markierte Aminosäuren


18F-markiertes Cholin

 


Synthesen mit metallischen und mit längerlebigen Positron-Emittern


Interessant sind zusätzlich neue Positron-Emitter für spezielle Fragestellungen. Dies betrifft Radionuklide für die Untersuchung von physiologischen Prozessen im Bereich mehrerer Stunden oder Tage. Hierzu werden die Radionuklide 44Sc, 68Ga, 86Y, 90Nb, 72As, 74As sowie das System 140Nd/Pr bearbeitet, was die Messung nuklearer Daten, Targetry, radiochemische Separation und Synthese neuer markierter Verbindungen umfasst. Bestrahlungen finden in Kooperation mit externen Partnern statt.

Das 68Ga ist ein Produkt des 68Ge/Ga-Isotopengenerators, dessen Betrieb in unserer Arbeitsgruppe optimiert wurde. In Mainz erfolgen systematische Forschungen zu Synthesen und Evaluierung neuer Moleküle zur Markierung mit 68Ga.

Für spezielle onkologisch relevante Forschungen sind Antikörper, Antikörperfragmente und vor allem "maßgeschneiderte" Peptide interessant. Diese Tumor-affinen Moleküle zeigen biologische Halbwertszeiten im Stundenbereich. Zur Synthese der Radiopharmaka werden Positron-Emitter längerer physikalischer Halbwertszeit gesucht. Kandidaten sind beispielsweise die Isotope:

72As (T1/2 = 26.0 h, 88% β+)

74As (T1/2 = 17 d, 29% β+)


Für diese Isotope werden die kernchemischen Parameter gemessen, effektive radiochemische Separationen von am Zyklotron bestrahlten Targets entwickelt und verschiedener Radiopharmaka synthetisiert. Im Fall des Radioarsens sind alternative Kopplungsfunktionen aufzubauen.