Schwerionenreaktionen

Der Arbeitskreis J.V. Kratz hat sich traditionell mit der radiochemischen Untersuchung von binären Schwerionenreaktionen an und unterhalb der Coulomb-Barriere beschäftigt. Dabei werden die Reaktionsprodukte in Catcherfolien, die das Target umgeben, abgebremst und entweder integral oder nach Winkel und Eindringtiefe differenziert durch g-Spektrometrie identifiziert. Die Catcherfolien werden vor der g-Spektroskopie einem chemischen Trennungsgang unterworfen und in bis zu 25 chemische Fraktionen für die g-Spektroskopie präpariert. Aus den isotopen-spezifischen Aktivitäten werden die Wirkungsquerschnitte berechnet, die Aufschluss über die bestimmten Aspekte des Mechanismus der zu untersuchenden Schwerionenreaktion geben. Themen, die wir bisher bearbeitet haben, sind:

Unser Fazit ist: Die Reseparationskanäle, aber auch die einfachen quasi-elastischen Transferkanäle an und unterhalb der Coulombbarriere unterliegen Kanalkopplungs-Effekten, die eine Komplexität des Reaktionsablaufs verursachen, die sonst nur in der niederenergetischen Spaltung und in den Fusionsreaktionen unterhalb der Barriere beobachtet wird.

Literatur:

J.V. Kratz, Radiochemical Studies of Complex Nuclear Reactions, Radiochim. Acta 70/71, 147-161 (1995)


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