Reaktor

 

 

Der Mainzer Forschungsreaktor
TRIGA Mark II mit Pulseinrichtung

 

Das Besondere der TRIGA-Reaktoren sind die Brennelemente, die durch das Zusammenbringen des Brennstoffs (Uran mit einem Anreicherungsgrad von 20% U-235) mit dem Moderator in Form von Zirkonhydrid einen prompten negativen Temperaturkoeffizienten der Reaktivität gewährleisten und damit ein sehr hohes Maß an Sicherheit garantieren. Aufgrund dieser  Eigenschaft sind die TRIGA-Reaktoren weltweit die verbreitetsten Forschungsreaktoren.

Der Mainzer TRIGA-Reaktor kann im Dauerbetrieb mit einer maximalen Leistung von 100 kWtherm gefahren werden. Außerdem erlaubt eine Pulseinrichtung das zusätzliche Einbringen einer Überschussreaktivität in einem kurzem Zeitintervall, wodurch der Reaktor für 0.03 s eine Spitzenleistung von 250 MW und eine Energiefreisetzung von 12 MWs erreicht.

Der TRIGA Mark II-Reaktor ist mit der gesamten Abschirm-Konstruktion über der Erde errichtet. Vier horizontale Strahlrohre und eine thermische Säule durchdringen die Betonabschirmung und reichen bis an den Reflektor bzw. Reaktorkern. Die thermische Säule wird durch ein fahrbares Beton-Strahlenschutztor abgeschlossen.

Ein rotierendes Bestrahlungskarussell im Oberteil des Graphitreflektors erlaubt die Bestrahlung von bis zu 80 Proben in 40 Positionen. Im zentralen Bestrahlungsrohr können Proben bei maximalem thermischen und schnellem Neutronenfluss bestrahlt werden. Weiterhin existieren drei Rohrpostanlagen, mit denen Proben in wenigen Sekunden in den Reaktorkern eingebracht bzw. aus ihm entnommen werden können, ohne den Reaktorbetrieb zu unterbrechen.

 

Weitere Informationen auch zu Sicherheitsaspekten sind in einer Informationsschrift über den Mainzer Forschungsreaktor zusammengestellt.

 Reaktorhalle

Blick in die Reaktorhalle am Institut für Kernchemie



Der Kern des Mainzer TRIGA Reaktors beim Pulsbetrieb

Technische Daten


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